SEI NICHT BLÖK

D 2004
R: Max Julian Otto
D: Max Julian Otto

Animationskurzfilm, Socialspot, 35mm, 2 Min.


Inhalt // Stab // Infos // Festivals/Preise

Eine gelangweilte Schafsherde lässt sich von einem redegewandten Hund dazu verführen, ihm zu folgen, und endet in der Wüste. Nur ein einziges Schaf erkennt den Schwindel, verlässt die Herde und macht sich mutig und allein auf den Rückweg.

Eine sattgrüne Wiese, darauf eine weißflauschige Schafsherde. Die Tiere stehen locker verteilt und sind schafstypisch beschäftigt: sie zupfen Gras, blöken wohlgelaunt und kauen. Plötzlich ist Hundegebell zu hören - zuerst leise, dann lauter, und mit zunehmender Lautstärke beginnt das Bellen, an eine Rede zu erinnern. Das erste Schaf hebt den Kopf und sieht sich um. Jetzt sehen wir den Redner, dem die Schafe fasziniert lauschen: einen deutschen Schäferhund. Seine dunkle Silhouette steht monumental im Gegenlicht. Aus der untersichtigen Schafsperspektive sieht der Hund herrlich gefährlich aus, und als er seinen Kopf herrisch über seine Schulter wirft, werden die Schafe wild: BLÖK !

Ab- und Aufblende signalisieren: Zeit ist vergangen, und richtig, die Schafe haben sich verändert - sie stehen stramm in "Reih und Glied", und natürlich haben alle kahlrasierte Schädel. Ein erneutes, aber zackiges BLÖK BLÖK erklingt, als die Schafe sich in Bewegung setzen, immer dem Führer hinterher. Begeistert singend marschieren sie weiter, immer weiter, bis... der Boden unter den Hufen mehr als trocken ist und der Führer ein "Halt" bellt. Kläglich blökend steht die kleine Herde verloren in einer endlosen Wüste, die sich bis zum fernen Horizont erstreckt. Was jetzt? Ein einzelnes Schaf bemerkt den Schwindel, begreift die Gefahr der Situation, vielleicht den eigenen Fehler, und fasst einen schnellen Entschluss. Es schert aus, dreht um, und macht sich mutig und allein auf den beschwerlichen Rückweg.